Sven Temper

                                                                                               denken und arbeiten in fragmenten
Sven Temper, *1965, lebt und arbeitet in Berlin

1981 – 1983  Tischlerlehre, Gesellenbrief
1991 – 1996  Studium der Freien Kunst an der HfbK-Hamburg
                      (bei Franz Erhard Walther und Michael Lingner)
1996              Diplom
1996 – 1998  Aufbaustudium der Freien Kunst an der HfbK-Hamburg

catalog selection: Sven Temper


Tintlings-Tintenzeichnung II / Tintlings-Exoplaneten: artist book, 21,5cm x 30,2cm, 96 page, 4/4 color, edition: Nummeriert, 2022/23
Tintlings-Tintenzeichnung: artist book, 21,5cm x 30,2cm, 48 page, 4/4 color, edition: 25/Nummeriert, 2020, ISBN 978-3-9822016-2-7

ORNEMENTS DE PLANTES: artist book, 21cm x 29,7cm, 72 page, 4/4 color, edition: 2x25/Nummeriert, 2020, ISBN 978-3-9822016-1-0

kosmischer Frühling excerpt from ‘kosmischer Frühling‘ voIume I 2018/19: artist book, 21cm x 21cm, 108 page, edition: 35/Nummeriert, 2020

Halt im Haltlosen: artist book, 21cm x 14,8cm, 170 page, edition: 50/Nummeriert, 2018/19 

Ausstellen, um nicht auszustellen: DISTANZ Verlag 2012, 21cm x 18cm, 128 page, 4/4 color, ISBN 978–3–942405–90–4


kosmischer Frühling Garten der Hieroglyphen Sven Temper

kosmischer Frühling  - Garten der Hieroglyphen - 

Artist Book, Hardcover im Schuber 22,5cm x 22cm x 8,5cm, signiert/nummeriert, 2022, Vertrieb/Distribution: Sven Temper (oder über die Galerie Jochum Rodgers)


Die Publikation umfaßt ausgewählte Arbeiten von 480 Pflanzen auf insgesamt 740 Seiten mit Textbeiträgen von Michael Lingner (Künstler, Kunst- und Medientheoretiker), Birgit Schneider (Kunst- und Medienwissenschaftlerin) und Sven Temper.


Volumen I, 2018/2019, 21cm x 21cm, 360 Seiten, 577 s/w Abbildungen

Texte von:

Sven Temper: kosmischer Frühling / cosmic Spring

Michael Lingner: floral = ornamental? Ein kunstgeschichtlicher Diskussionsansatz / floral = ornamental? Impulse for a new discourse in art history

Michael Lingner und Sven Temper im Gespräch / Michael Lingner in conversation with Sven Temper

Birgit Schneider: Raumwende im Pflanzenkosmos / Inverting the plant cosmos

Translation: Birgit Schneider / Julie Hagedorn


Volumen II, 2020/2021, 21cm x 21cm, 380 Seiten, 557 s/w Abbildungen

Text von: 

Sven Temper: Die Bedeutung des Bedeutungslosen / The meaning of the meaningless, Translation: Julie Hagedorn


kosmischer Frühling / cosmic Spring
Kosmos kann im Altgriechischen je nach Kontext Welt, Weltall, Ordnung, Schmuck oder Schönheit bedeuten. Für die Griechen kam im Lichte des Geistes (Logos) die Welt als Kosmos zum Vorschein, als die Verkörperung der Ordnung und der Schönheit. ‘kosmischer Frühling’ ist eine schwarz/weiß Fotoserie von Pflanzen, Blüten, Rosetten und Samen in der Größe von 4,45cm x 4,45cm, 9,65cm x 9,65cm oder bei größeren Blüten von 19,2cm x 19,2cm. Die spezielle Technik der Graphischen-Negativ-Fotografie wurde von mir neu entwickelt, sie spielt in der Anmutung mit der Radierung. Der Maßstab der Pflanzen bleibt möglichst erhalten und wird gegebenenfalls nur minimal vergrößert oder verkleinert. Dabei geht es jedoch nicht um eine genaue Darstellung der Pflanzen oder gar eine Taxonomie, sondern vielmehr um die damit verbundene teleskopische und mikroskopische Methode die Welt wahrzunehmen und zu verstehen. Verstehen, es nicht zu verstehen. Alles steht miteinander in Beziehung. Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Alles ist in allem. Die Pflanzen, der Kosmos als Ganzes unterliegen wie alle realen Systeme der Entwicklung der Evolution, der Entfaltung und Einrollung, dem Aufbau und Abbau, dem Werden und Vergehen; eine Gesetzlichkeit im Naturgeschehen, in welcher Ursachen und Wirkungen unauflöslich miteinander verstrickt sind, in einem umfassenden, mehrdimensionalen Netzwerk von Kausalketten. Sobald eine Wirkung hervorgebracht ist, ist sie sogleich selber Ursache für neue Wirkungen und damit wieder Ursache...
Sven Temper, ©2019
cosmic Spring
In ancient Greek, the word ‘cosmos’ can be used to signify the world, the universe, order, decoration or beauty, each depending on the context. For the Greeks, the world emerged as a cosmos – that is, as the embodiment of order and beauty – in the light of reason (Logos). ‘cosmic spring’ is a black-and-white photo series consisting of plants, blossoms, rosettes and seeds in the sizes 4.45cm x 4.45cm, 9.65cm x 9.65cm and, in the case of larger blossoms, 19,2cm x 19,2cm. I undertook a new development of the special technique of graphic-negative-photography, and its effect is similar to that of an etching. The scale of the plants is preserved to the greatest extent possible and only minimally enlarged or reduced where appropriate. However, it is not a matter of creating an exact representation or even a taxonomy of the plants. Instead, the focus is on the telescopic and microscopic method of perceiving and understanding the world. Understanding to not understand. All things are related to one another. The simultaneity of the nonsimultaneous. Everything is in everything. The plants and the cosmos as a whole, like all real systems, are bound to the process of evolution, to a folding out and a folding back up, to construction and deconstruction, to becoming and passing away; this is the nature of natural laws, in which causes and effects are inextricably intertwined in a comprehensive, multidimensional network of causal chains. As soon as one effect is produced, that effect immediately becomes the cause of new effects, thereby rendering it a cause once more...
Sven Temper, ©2019 (Übersetzung Birgit Schneider / Julie Hagedorn)
kosmischer Frühling Garten der Hieroglyphen Sven Temper

kosmischer Frühling – Garten der Hieroglyphen – Vol.I & Vol.II (2022)


Arbeiten 
Architektur   Bild   Collage   Foto   Fragment   Möbel   Modell   Objekt   Plastik   Plakat   Raum   Skulptur   Text   Zeichnung   ...  
„Ästhetisches Denken heute müßte, indem es die Kunst denkt, über sie hinausgehen und damit auch über den geronnenen Gegensatz des Zweckvollen und Zweckfreien.“ T.W. Adorno 
Möbel:  http://jochumrodgers.de/exhibitions/
Objekte:  Auswahl_jpg 
Photo:  kosmischer Frühling / cosmic Spring_pdf

Das Sitzen ist eine Frage der Einstellung, der Haltung, der Zeit, eine Handlung, eine Bewegung, eine Form im Raum...


Die Sessel und Stühle handeln von Funktionalität im Sinne von Inhalt, Form und Kontext und nicht im Sinne eines Komfort–Design. Sie handeln von der Idee des Sitzens und wurden nur soweit entworfen, gestaltet und gebaut, dass diese erkennbar, vorstellbar und erfahrbar wird.

Holzhausbau im Selbstversuch zwischen Thoreau Hütte, Konrad Wachsmann, Le Corbusiers Le Cabanon und Heideggers Todtnauberg Hütte (2016)

Snapshot: Hong Kong / New York / Türkei / Bangkok / Spanien ...


„Weil alles Seiende auch erscheint, und nicht erscheinen kann ohne eine ihm eigene Gestalt, gibt es in Wahrheit kein Ding, das nicht das bloße Gebrauchtwerden bereits übersteigt und eine Art von Existenz hat, die jenseits seiner Funktion liegt. So entzieht sich alles Gestaltete und Geformte in seinem Sosein, auch wenn es dem Gebrauch dient, in gewisser Weise den nur »subjektiven« Bedürfnissen derer, für deren Zwecke es doch hervorgebracht ist, und geht ein in eine von »objektiven« Maßstäben bestimmte Welt von Gegenständlichem, in der es nicht nur dem Gebrauch dient, sondern auch das Aussehen, die spezifische Qualität, der dinglichen Umwelt bestimmt, in der menschliches Leben sich bewegt.“ Hannah Arendt, Vita activa

Tintlings - Tintenzeichnung (Coprinus comatus), 2020, 20,8cm x 29,5cm, Graphische Fotografie (Auswahl)

Im Endlichen, das dargestellte Unendliche


Die Tintlings -Tintenzeichnungen stellen nur sich selbst dar, sie sind eine optische Gegebenheit. Sie gehen nicht wie herkömmliche Naturbilder von einer wie auch immer bestimmten Natur aus, sondern die Natur erscheint als eine vorbegriffliche Phänomenalität von Klecksen, die sich in einem sich selbst begründeten Prozess herstellen und damit einem anthropozentrischen Naturbegriff gegenüberstehen.


Der Betrachter muss die Zusammenhangsbildung der Phänomenalität von Klecksen zur Natur in seinem Geist selbst aktiv hervorbringen, er kann sich nicht auf konventionelle Dingerscheinungen beziehen. Die Kleckse können weder als eine mimetische Beziehung zur Natur oder wie in der Romantik als Korrespondenz von innerer Stimmung und äußerer Welt, noch als art informel oder action painting gedacht werden, weil deren Erscheinungsbilder außerhalb eines referenziellen Rahmens liegen. Der vom Tintling (Coprinus comatus) versprühte Nebel mit den Klecksen gleicht vielmehr dem Anblick unbegrenzter Fernen des Firmaments, dessen Erscheinungsbild die Sinne nicht mehr fassen und der Verstand weder begreift noch in eine Einheit von Erkenntnissen bringen kann, es daher nur mit dem Gefühl des Erhabenen erfahrbar wird, in dem Vernunft und Sinnlichkeit nicht zusammenstimmen und die Unbegreiflichkeit selbst zum Standpunkt wird. Das Nichtverstehen offenbart, dass der Mensch die Kräfte der Natur nur bis zu einem gewissen Punkt verstehen, beherrschen oder abwehren kann, über diesen Punkt hinaus unterwerfen sie ihn den Gesetzen der Natur. Sven Temper 2022


Tintlings - Tintenzeichnung II, Tintlings - Exoplaneten, 2022, 21cm x 29,7cm, Graphische Fotografie (Auswahl)

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Sven Temper

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